Über mich

Sagt sich leicht...

Sagt sich leicht...

 

… ein „Kind der Region“ zu sein. Aber es ist was dran: aufgewachsen in Georgsmarienhütte, Verwandtschaft in Hagen, Glandorf und Bad Iburg. Nach Bad Laer zum Patenonkel und nach Bad Rothenfelde zu Opas Ausstellungen ging es für mich schon als kleiner Junge regelmäßig. In Hasbergen trifft man sich alle Nase lang auf und neben dem Fußballplatz – genau wie in den weiteren Kommunen.

Wer ich bin? Die harten Fakten in aller Kürze: Jonas Pohlmann, Mobilitätsplaner, studierter Volks- und Betriebswirt mit Schwerpunkt Kommunalwirtschaft, Ratsherr, Fußballer und Trainer, Teilzeit-Schlagzeuger. Stichwort Fußball: Meine Wurzeln liegen in der Vereins- und Jugendarbeit. Als Torwart und spielender Trainer bin ich seit Kindesbeinen auf den Sportplätzen der Region unterwegs, als Gruppenleiter durfte ich Schulkooperationen aufbauen und Kinder mit Beeinträchtigungen auf ihrem Weg unterstützen.

Daneben hat mich die kommunale Ebene früh interessiert und beruflich geprägt. Seit acht Jahren arbeite ich an Themen für unsere Städte und Gemeinden: heute als Referent bei der Verkehrsgesellschaft des Landkreises, um im Austausch mit unseren Bürgermeistern, Unternehmen und Politikern das Mobilitätsangebot vor Ort zu verbessern. Praktisch kommunale Projekte voranbringen – dieses Ziel begleitet mich seit dem Abitur 2014 am Gymnasium Oesede: bei den Stadtwerken Osnabrück als dualer Student der Betriebswirtschaft, anschließend während des Masterstudiums „Public Policy“ in der Arbeit für die Verkehrsunternehmen im Landkreis.

Seit 2018 engagiere ich mich im Georgsmarienhütter CDU-Vorstand. Im September 2021 haben mich die GMHütter auf direktem Weg in den Rat gewählt. Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender, im Verwaltungs- und Betriebsausschuss gestalte ich Kommunalpolitik aktiv mit. Mein Verständnis von Politik lässt sich kurz zusammenfassen: vor Ort zuhören, pragmatische Lösungen finden, Entscheidungen verständlich erklären, selbst mit anpacken.

Auch wenn ich ein Faible für Parodien und launige Reden habe: Politiker zu sein heißt für mich nicht, abstrakte Grundsatzreden zu halten und in Hannover abzutauchen, sondern ein echter Wahlkreis-Abgeordneter zu sein, der die konkreten Themen unserer Kommunen mitgestaltet und das Ohr jederzeit eng an unseren Vereinen, Betrieben, Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen hat. So bauen wir Lösungen für Jung und Alt – vom Kindergartenkind bis zur Seniorin, vom Minijobber bis zum Unternehmer.

Aus dieser „Vor-Ort-Brille“ möchte ich mich für euch einsetzen. Parteitaktische Spielchen sind nicht meins. An Themen für die Region zu arbeiten, nicht an Parteigrenzen, gemeinsam, auf Augenhöhe – mit dem Verständnis bin ich aufgewachsen, mit dem Verständnis möchte ich mit euch die landespolitischen Hebel in Bewegung setzen, die unsere Kommunen voranbringen. Einige dieser Stellschrauben erfahrt ihr hier.

Kurz gesagt: Neu denken und anpacken, was euch bewegt.

 

Politik ist Teamsport. Lasst uns loslegen!

Meine Ziele

Freie Fahrt für Vereine und Verbände

 

Sie sind der Schlüssel zu vielen Lösungen: Die ehrenamtlich aktiven Menschen in unserem Vereins- und Verbändeleben. Ihr Engagement mit einfachen Förderungen zu unterstützen und selbst vor Ort mit anzupacken, ist eines meiner Herzensthemen – weil unsere Kommunen nicht im Hinterzimmer, sondern „draußen“ gestaltet werden: in der Jugendarbeit und den kirchlichen Organisationen, in den Beiräten und Sportvereinen, in den Feuerwehren und Rettungsdiensten.

 

 

Seniorencafé, Bücherverleih, Lebensmittelausgabe bei der Tafel, Zeltlagerplanung, Gruppenstunden, Sportangebote – genau das hält unsere Städte und Gemeinden zusammen. Wer sich engagieren möchte, gehört persönlich unterstützt und darf nicht durch Bürokratie aufgehalten werden. Gerade die Bürgerprojekte im Dorfentwicklungsprogramm zeigen, dass Projekte vor Ort nicht öffentlich „durchfinanziert“ werden müssen. Entscheidend sind intelligente Anschubfinanzierungen, die dafür sorgen, dass Bürgerinnen und Bürger füreinander ins Rad greifen, Sponsoren aktivieren, selbst die Schaufel in die Hand nehmen.

 

 

Wie groß der ehrenamtliche Einsatz in unseren Kommunen ist, haben wir in der beeindruckenden Hilfsbereitschaft für die Menschen in der Ukraine und die Geflüchteten gesehen – wieder einmal. Jede politische und persönliche Unterstützung, die wir unseren Ehrenamtlern geben können, ist Gold wert. Nach der schwierigen Corona-Zeit ist es eine der wichtigsten Aufgaben, das „ganz normale Leben“ in unseren Vereinen und Verbänden wieder anzukurbeln und Alt und Jung zusammenzuführen. Hier möchte ich mit euch anpacken!

 

Bildung mit Vielfalt – und einer starken Förderschule Lernen!

 

Zu Recht sagen wir im Südkreis: „Wir haben starke Schulen!“ Warum? Weil sie echte Bildungsvielfalt bieten und jedes unserer Kinder individuell fördern. Damit das so bleibt, muss die Förderschule Lernen dauerhaft erhalten und gestärkt werden. Bedarfsgerechte Förderung, Wahlfreiheit für Kinder und Eltern – diese Werte und die tolle pädagogische Arbeit dürfen wir nicht aufgeben. Wir brauchen sie für eine Inklusion, die jede Schülerin und jeden Schüler mitnimmt.

 

 

Die Schulsozialarbeit ist in dem Zusammengang wichtiger denn je, insbesondere nach der schweren Corona-Zeit. Die Bildungs- und Entwicklungsrückstände sind per Impfung nicht behoben. Um jeden Schüler und jede Schülerin auf dem eigenen Level abzuholen und zu fördern, sind auch unsere Freiwilligen in den örtlichen Vereinen wichtige Unterstützer.

 

 

Klar ist auch: Frühkindliche Bildung beginnt weit vor der Schulzeit. Im heimischen Umfeld bei Eltern und Geschwistern und in den Kindergärten. Gut, dass unsere Kommunen im Wahlkreis aktuell in moderne Kinderkrippen und Kindertagesstätten investieren. Landesaufgabe ist jetzt eine gute Ausstattung. Schon heute ist der Mangel an Erzieherinnen und Erziehern spürbar. Deshalb möchte ich mich insbesondere für eine flexiblere Landesfinanzierung unserer Kitas einsetzen, damit die (zum Glück!) zahlreichen freien Träger sich untereinander vernetzen können und auch für einzelne Monate Landesunterstützung für eine dritte oder vierte Fachkraft bekommen. So sichern wir nicht nur eine erstklassige Betreuung unserer Kinder, sondern schaffen ebenso für berufstätige Eltern und die Mitarbeitenden vor Ort mehr Flexibilität.

Neue Kooperationen von Betrieben und Schulen

 

Die Wirtschaftsstruktur in unseren Kommunen ist vielfältig – und herausgefordert: Rohstoff- und Energiepreise, fehlende Gewerbeflächen, Konkurrenz im Online-Handel, Demografie.

 

„Wir wünschen uns, dass Sie unsere regionale Wirtschaft dauerhaft verstärken!“ – ein klassischer Politiker-Satz auf Abschlussfeiern, den man unter Schülern und Absolventen bestens kennt. Er erfüllt sich nicht von alleine. Der Wunsch, auf Dauer in der Heimat gute Arbeit zu finden, ist weit verbreitet. Der Bedarf unserer lokalen Betriebe an guten Fachkräften steht ebenso fest.

 

 

Deshalb gilt es, Schulen und Betriebe eng zusammenzuführen: mit neuen Kooperationen, frühzeitiger Berufsorientierung und Talentförderung, damit schon im jugendlichen Alter Kontakte und Bindungen zu den örtlichen Unternehmen entstehen. Das Schüler-Forschungszentrum in Bad Laer oder das BerufsWahl-Shuttle sind Vorzeige-Projekte, die wir überregional weiterentwickeln können.

 

 

 

 

Daneben sind die Hürden zur Anerkennung von Berufsqualifikationen aus dem Ausland heute deutlich zu hoch. Hier schnellere und pragmatischere Wege zur Eingliederung in unseren regionalen Arbeitsmarkt zu finden, ist genauso dringlich wie verlässliche und nachvollziehbare Verordnungen auf Landesebene, die es in den Corona-Wellen für unsere Mittelständler kaum gegeben hat. Dazu gehören außerdem unbürokratische Förderanträge: Die Weiterentwicklung der NBank zur echten Förderbank für Niedersachsen bedeutet auch, dass Fördermittel statt stufenweiser Abrechnung flexibler als bisher fließen können und beispielsweise Vorauszahlungen gegen nachträgliche Verwendungsnachweise möglich sind. Ziel all dieser Maßnahmen: neue Handlungsspielräume für unsere vor Ort verwurzelten Unternehmen, die große Verantwortung für ihre Mitarbeitenden tragen. Ihren Innovationsgeist müssen wir mit Anreizen und Perspektiven zur Weiterentwicklung in unseren Kommunen unterstützen.

Wohnen und Arbeiten in der Heimat

 

Die Nachfrage nach Wohnraum boomt. Und nicht nur die: Der Erweiterungsbedarf unserer Unternehmen an ihren Standorten ist genauso präsent wie der Wunsch jüngerer und älterer Bürgerinnen und Bürger, in der vertrauten Umgebung nicht nur wohnen, sondern auch arbeiten zu können.

 

Ich bin überzeugt, dass wir allen Beteiligten diese Perspektiven geben können. Zwar kennen unsere Städte und Gemeinden das Problem knapper Wohn- und Gewerbeflächen nur zu gut. Gleichzeitig haben wir auf Landesebene Hebel, um sie zu unterstützen: Über ein angepasstes Landesraumordnungsprogramm (LROP) können wir unsere Kommunen in die Lage versetzen, Flächen intensiver als bisher zu nutzen bzw. zu bebauen. Die Nachverdichtung als Top-Thema im Südkreis lässt sich so konkret fördern.

 

Auch beim Wohnen im Außenbereich braucht es einen einfacheren Rahmen, der mehr Wohneinheiten zulässt und dafür sorgt, dass angekündigte Wohnungsbauoffensiven auch vor Ort umgesetzt werden können. Mit diesen erweiterten Möglichkeiten haben die Kommunen Spielräume, bezahlbares und nachhaltiges Wohnen auf den Weg zu bringen – inklusive moderner Wohnformen, die jüngere und ältere Bewohner oder Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammenbringen.

Medizinische Vielfalt und Pflege mit Weitblick

Nicht erst seit der Pandemie wissen wir, wie wichtig eine wohnortnahe hausärztliche Versorgung ist. Mit ihrem persönlichen Draht sind unsere Hausärztinnen und -ärzte als medizinische Vertrauenspersonen und Ratgeber vor Ort nicht ersetzbar. Noch ist die Versorgungsstruktur im Südkreis in Ordnung, aber wir müssen jetzt aktiv werden, um nicht bis 2035 fast die Hälfte unserer niedergelassenen Hausärzte im Landkreis zu verlieren.

 

Die Förderung von neuen Organisations- bzw. Praxismanagement-Modellen ist aus meiner Sicht ein entscheidender Hebel. Warum? Weil viele junge Ärztinnen und Ärzte nach erfolgreicher Ausbildung nicht sofort ins kalte Wasser der Selbstständigkeit springen möchten, inklusive aller wirtschaftlichen Risiken. Insbesondere hausärztliche Gemeinschaftspraxen (oder: „Satellitenpraxen“) geben ihnen die Möglichkeit, zunächst unter den Fittichen eines niedergelassenen Mediziners angestellt und/oder in Teilzeit zu arbeiten. Diese Modelle verdienen landespolitische Unterstützung: In Verbindung mit dem Stipendien-Programm zur Landärzte-Gewinnung können wir so die Nachfolgeplanung erleichtern, jungen Medizinerinnen und Medizinern Perspektiven geben und dauerhaft eine gute Versorgung gewährleisten.

 

Gleichzeitig ist es wichtig, unsere heterogene Krankenhausstruktur im südlichen Landkreis zu stärken. Einerseits weiterhin mit dem flächendeckenden Rettungsdienst-System, das unsere dezentralen Ersthelfer als ausgebildete Notfallsanitäter heute schon auf die Beine stellen. Darüber hinaus muss unsere Region ihre fachmedizinische Vielfalt behalten, die unter anderem über die Schüchtermann-Kliniken, das Franziskus-Hospital und die Osnabrücker Kliniken besteht. In der Neufassung des Nds. Krankenhausgesetzes ist eine Bestandsgarantie und Weiterentwicklung für unsere örtliche Kliniklandschaft zentral – damit die Nahversorgung ihren Namen verdient und wir für Behandlungen und Operationen demnächst nicht quer durch die Republik fahren müssen.

 

Auch in der Alten- und Krankenpflege ist der Handlungsbedarf jetzt groß. Die Fachkräfte der geburtenstarken Jahrgänge 1962/63 erreichen in den nächsten Jahren das verdiente Rentenalter. Welche Hebel haben wir gegen den Mangel an Pflegerinnen und Pflegern und für eine starke Pflege in Wohnortnähe, die nicht hoch genug wertgeschätzt werden kann? Ein pragmatischer Ansatz: Es sollte Quereinsteigern deutlich leichter gemacht werden, in den Pflegeberuf einzusteigen. Menschen, die beispielsweise über Jahre Angehörige gepflegt haben und bereit sind, sich weiter einzubringen, sollten nicht erst eine dreijährige Ausbildung durchlaufen müssen. Gleichzeitig müssen wir für unsere jungen Auszubildenden bürokratische und finanzielle Hindernisse aus dem Weg räumen und intelligent in die Pflegeausbildung investieren, die ein Schlüsselzweig unserer Gesellschaft für die nächsten Jahrzehnte ist.

Tourismus und Einzelhandel: Starke Ortszentren und neue Mobilität

 

Schützenfest, Flohmarkt, Cityfest, Festival, Kirmes: Die Leute zieht’s wieder nach draußen. Gut so! Wir sind und bleiben starke Tourismusregion mit zertifizierten Kurorten und Heilbädern. Jetzt gilt es, unsere überregionale Anziehungskraft weiter auszubauen. Einerseits, indem unsere Kommunen noch enger zusammenarbeiten – sowohl im Wahlkreis als auch über die Landkreis- und Landesgrenzen hinweg. Andererseits, indem wir auf Landesebene erweiterte Förderungen für unsere touristischen und kulturellen Highlights mobilisieren. Baumwipfelpfad, Grenzgängerroute, Kurhaus und vieles mehr: Die guten Ideen aus unserem Südkreis verdienen konkrete Unterstützung, damit wir Kultur direkt vor der Haustür erleben können.

 

 

Stichwort mobilisieren: Auf Kreisebene arbeiten wir an einem nachhaltigen Mobilitätskonzept, das alle Verkehrsträger umfasst und neue Möglichkeiten schafft, schnell und flexibel von A nach B zu kommen. Auf den Wegen zur Arbeit, zum Einkaufen oder für den Ausflug am Wochenende sind immer mehr Menschen mobil: Insbesondere E-Bikes und Pedelecs schaffen Flexibilität und neue Erreichbarkeiten in die Nachbarkommunen, nach Osnabrück und NRW – aber nur, wenn wir unsere Verkehrsinfrastruktur auf einen modernen Stand bringen.

 

 

 

Ein clever vernetztes Angebot aus privatem (Elektro-)Pkw, Fahrrad, Bus und Bahn macht Bürgerinnen und Bürger in allen Altersgruppen mobil, schafft mehr Lebensqualität und sorgt dafür, dass sie in jedem Stadtteil am Kultur- und Freizeitleben teilhaben können. Eigene Berufserfahrung: Um dieses Angebot umzusetzen, sind unsere kommunalen Spielräume begrenzt. Aber: Auf Landesebene haben wir die Möglichkeit, intelligente (Anschub-)Finanzierungen für Ladeinfrastrukturen, Ertüchtigungen der Radwege und neue ÖPNV-Verbindungen auf den Weg zu bringen – inklusive dem Ausbau des „Haller Willem“ auf einen 30-Minuten-Takt.

 

Mit diesem Angebot stärken wir auch die Erreichbarkeit und Leistungsfähigkeit unserer Einzelhändler in den Zentren. Ihnen können wir weitere Spielräume geben, um gegen die Konkurrenz im Online-Handel zu bestehen und ihre Vorteile in Sachen regionaler Verwurzelung und Kundennähe zu nutzen – unter anderem durch ein angepasstes Gesetz für Ladenöffnungszeiten und weitere Förderprogramme für die Ortskernentwicklung, auch als Teil des Dorfentwicklungsprogramms.

Land- und Forstwirtschaft: Verlässlichkeit für regionale Strukturen

 

Wie kein anderer arbeiten unsere Land- und Forstwirte in und mit der Natur. Sie gestalten unsere Kulturlandschaft auf den großen land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen, schaffen Lebensraum für Pflanzen und Tiere und sind die Grundlage wichtiger Wirtschaftsbereiche.

Wir müssen alles dafür geben, dass wir die regionalen Strukturen und geschlossenen Produktionsketten erhalten, bei denen wir wissen, wo unsere Nahrungsmittel herkommen (wie beispielsweise bei der EGO). Die Existenz unserer Landwirte einerseits, gute Produkte für Kunden andererseits: Die Situation in der Ukraine zeigt uns mehr als deutlich, wie entscheidend unsere örtlichen Betriebe für eine sichere und hochwertige Versorgung sind.

 

 

 

Die fehlende politische Verlässlichkeit der letzten Jahre, die besonders am Beispiel der mehrfach erneuerten Düngeverordnung sichtbar ist, führt schon jetzt zu einem Strukturbruch. Hier kann sich keine Partei (auch nicht meine eigene) der Verantwortung entziehen. Enorme Zuzahlungen zu jedem verkauften Schwein, ein weiterhin nicht auskömmlicher Milcherzeugerpreis, rasant gestiegene Düngerpreise – aus meiner Sicht können wir es uns nicht leisten, dem Höfesterben in unseren Kommunen zuzusehen und eine ausschließliche Versorgung durch Großbetriebe und Importe aus dem Ausland in Kauf zu nehmen. Ohne regionale Land- und Forstwirtschaft geht es nicht: Sie gewährleistet unsere Ernährung und Versorgung, mit nachwachsenden Rohstoffen, zu hohen Standards – das ist ihre erste und wichtigste Aufgabe.

 

 

Unsere Land- und Forstwirte sind bereit, sich neu zu erfinden. Dafür brauchen sie aber einen gemeinsamen, verlässlichen Gesetzesrahmen von Land und Bund, bei dem nicht alle paar Monate die (im wahrsten Sinne) nächste Sau durchs Dorf getrieben wird und wir ein klares Bekenntnis zur regionalen Struktur unserer Landwirtschaft durchsetzen. Nur gemeinsam mit unseren Land- und Forstwirten können wir Klimaneutralität erreichen – im Wahlkreis, im Landkreis, deutschlandweit.

 

 

Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass sich viele unterschiedliche Betriebsformen entwickeln können, sodass kleine Betriebe und junge Menschen mit Ideen Chancen haben. Veterinärrecht ist Landesrecht. Wir haben auf Landesebene also Stellschrauben, um ihnen konkret unter die Arme zu greifen. Unterstützung für Stallumbauten zu mehr Tierwohl, für Smart-Farming-Sensoriken zur bedarfsgerechten Nährstoffzufuhr und Düngung, für Technologien zur frühzeitigen Geschlechtsbestimmung bei Küken – Förderungen wie diese sollten wir auf den Weg bringen. Auch Klima- und Naturschutzleistungen sollen unseren Land- und Forstwirten Einkommen bringen.

 

Nur so sichern wir eine vielfältige, nachhaltige, wettbewerbsfähige, bodengebundene und flächendeckende Landwirtschaft in bäuerlicher Hand.

Klimaschutz im Dialog voranbringen

 

Vor Ort nachhaltig handeln – das zentrale Motto der Arbeit in unseren Kommunen, Verbänden und Betrieben: ein nachhaltiges Wirtschaften für Innovationen und moderne Arbeitsplätze, eine nachhaltige soziale Verantwortung für alle Generationen und nachhaltiger Klimaschutz als Jahrhundertaufgabe. In unserem Wahlkreis leben und arbeiten Vorreiter für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ihren Pioniergeist, ihr fortschrittliches Engagement zu fördern, muss sich die Landespolitik mehr denn je auf die Fahne schreiben.

 

 

 

Konkrete, vor Ort wirksame Instrumente sind vielfältig: die Möglichkeiten zur Nutzung von PV- und Windenergie in regionaler Direktvermarktung erweitern, klimafreundliche Mobilitätsformen mit konsumtiven und investiven Förderungen anschieben, Regen- und Brauchwassernutzung über Zisternen an Sportplätzen oder Aufstauung in Starkregenphasen möglich machen. Insbesondere brauchen unsere Unternehmen einen unbürokratischen Rahmen, um in puncto moderner Klimatechnik, Energieerzeugung oder Wärmedämmung weiter vorangehen zu können.

 

Nachhaltiger Klimaschutz ist unsere Gemeinschaftsaufgabe, bei der die Expertise unserer Land- und Forstwirte genauso eine Schlüsselrollte spielt wie der ständige Dialog mit Umweltverbänden, Betrieben, Vereinen und öffentlichen Entscheidungsträgern.

 

Jeder kann seinen Beitrag auf dem Weg unserer Kommunen zur Klimaneutralität leisten. Dieser Weg muss aber auch attraktiv sein – nicht voller Vorschriften und Hindernisse. Dafür zu sorgen, ist zentrale landespolitische Aufgabe.

Eine Digitalisierung, von der alle profitieren

 

Wir wissen: Der Breitbandausbau in unserem Wahlkreis braucht Tempo. Insbesondere unsere „weißen Flecken“, in denen mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde gesurft wird, müssen konsequent geschlossen werden. Mit Unterstützung von Bund, Land und der TELKOS als kreiseigener Telekommunikationsgesellschaft können wir privatwirtschaftliches Engagement aktivieren und unsere Kommunen bei den eigenen Planungen unterstützen.

 

Mobiles Arbeiten, digitale Klassenzimmer, intelligente Zähler, Präzisionslandwirtschaft – die Liste der täglichen Bereiche, für die wir eine leistungsfähige, stabile Mobilfunk- und Breitbandqualität brauchen, ist lang. Aber nicht nur die Technologie ist entscheidend. Aus meiner Sicht kommt es besonders darauf an, moderne, digitale Angebote für Bürgerinnen und Bürger in allen Generationen, für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gleichermaßen nutzbar zu machen. Dieses „Befähigen“ muss bei jedem Projekt mitgedacht werden: mit Webseiten in leichter Sprache, Schulungs- und Weiterbildungsangeboten und indem Jung und Alt sich gegenseitig unter die Arme greifen. Auch hier gilt: im Ehrenamt liegt ein Schlüssel zur Lösung.

 

Neue, digitale Welten bringen neue Anforderungen an Datenschutz mit sich. Entscheidend ist, dass die Vereine, Betriebe und Verwaltungen in unseren Kommunen bei der Umsetzung der DSGVO vom Land fachlich und personell unterstützt werden, um sich auf ihr ehrenamtliches oder betriebliches Kerngeschäft konzentrieren zu können. Das betrifft auch die Öffentlichkeitsarbeit unserer Vereine: Das sogenannte „Medienprivileg“, das die journalistische Verarbeitung personenbezogener Daten von bestimmten Datenschutzbestimmungen ausnimmt, sollte auch für unsere Vereine gelten – damit in Texten oder Social-Media-Post keine gedanklichen Blockaden durch Datenschutz-Aspekte entstehen.

Für euch da