Kämmerling und Pohlmann: Energiewende systemisch denken –
Beim gestrigen energiepolitischen Dialog „Netzinfrastruktur und Speichertechnologien“ hat die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag Fachleute aus Energiewirtschaft und Politik zusammengebracht, um zentrale Herausforderungen der Energiewende zu diskutieren. „Niedersachsen ist Deutschlands führendes Energieland. Gerade deshalb müssen wir Erneuerbare, Netze und Speicher endlich konsequent zusammendenken“, erklärt die umweltpolitische Sprecherin Verena Kämmerling.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der dynamische Ausbau der Windenergie, steigende Netzanschlussbedarfe, Großbatteriespeicher und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft besser aufeinander abgestimmt werden können. „Netzbetreiber und Kommunen stoßen zunehmend an Kapazitäts- und Akzeptanzgrenzen. Diese Entwicklungen müssen stärker und realistischer in politische Entscheidungen einbezogen werden“, betont der energiepolitische Sprecher Jonas Pohlmann. Kämmerling ergänzt: „Der Ausbau erneuerbarer Energien darf nicht isoliert erfolgen. Ohne leistungsfähige Netze und systemdienliche Speicher wird die Energiewende nicht funktionieren.“
Gerade im Agrarland Niedersachsen spiele auch Biogas eine wichtige Rolle für Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung. Zugleich brauche es verlässliche Rahmenbedingungen und eine stärkere Einbindung der Kommunen. „Akzeptanz entsteht dort, wo Planungshoheit respektiert und Wertschöpfung vor Ort gesichert wird“, so Kämmerling. Pohlmann unterstreicht mit Blick auf Wasserstoff: „Wir brauchen eine abgestimmte Entwicklung von Strom-, Gas- und Wasserstoffinfrastruktur. Nur so bleibt die Energiewende technisch machbar, wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich akzeptiert.“